
Was zuvor geschah:
„Wir machen im März Radelurlaub auf Malle! Magst du mit?“
„Also, ich hab eigentlich keinen so richtig unverplanten Urlaub mehr…“
„Aber schau mal, das AirBnB hätte noch ein freies Bett und hat einen Pool und liegt total schön!“
„Also, ich weiß nicht, ob ich so spontan an einem neuen Arbeitsplatz einfach Urlaub nehmen kann… also wenn ich eine der geplanten zwei Augusturlaubswochen streichen würde, dann ganz ganz vielleicht nur…“
„Wir würden uns voll freuen und wir könnten so viele tolle Panoramatouren machen!“
„Nagut, ich frag mal vorsichtig nach…“
Und da rutschte wohl mein Finger auf dem Buchungsbutton bei Easyjet aus. Ups. Kann ja mal passieren, oder?
Tag 1: Vorbereitung & Anreise
Normalerweise plane ich alle meine Urlaube eher weit im Voraus. Das gehört für mich zum Urlaubsglück dazu – alleine die Vorbereitung, was man alles tun könnte, löst bei mir zuverlässig vorfreudige Glücksgefühle aus. Jetzt hatte ich aber nur noch anderthalb Wochen Zeit und es sollten Strecken ausgeguckt, mögliche andere Aktivitäten angedacht und vor allem Rennräder für acht Erwachsene gemietet werden. Dank Youtube, Komoot und einer mütterlichen Arbeitskollegin erstmal kein Problem, wenn auch etwas gequetschter, als mir lieb gewesen wäre. Nur das Räder buchen wurde extrem kompliziert, da die Website leider in vier verschiedenen Browsern nicht vollständig funktionierte, aber acht Räder in unterschiedlichen Preiskategorien mit unterschiedlichen An- und Abreisedaten gebucht werden wollten. Ich telefonierte letztendlich mit einem netten Niederländer, der mir eingehend erklärte, wie unglaublich wichtig für die gute Abhol-Experience es sei, dass wir wirklich von jedem ganz genau angeben, welche Pedale, welche Sattelhöhe, welchen Reach usw. er an seinem eigenen Rennrad zuhause habe – wir hätten doch sicher alle Rennräder zuhause und es würde uns doch nur kurz zehn Minuten kosten, das nachzumessen…? Ja sicher – nach diversen Klebezetteln an unmöglichsten Orten, insgesamt fünf Buchungen und zwei Stornierungen hatte es per Mail dann doch noch geklappt und ich habe mehrere Tage vor Abflug alle Daten brav zugesendet. Zu diesem Punkt aber später mehr…
Apropos messen. Die Handgepäcksregeln von easyjet hatten sich leider verändert, denn es gab zweimal Handgepäck: Ein Großes (50 Euro Aufpreis pro Flug) und ein kleines „Normales“. Alle gängigen Rucksäcke schienen genau 1cm zu hoch für das „Normale“ zu sein – ein Schelm, wer Böses denkt. Ich bin also recht aufgeregt angereist, da der versteifte Teil des Rucksacks einfach 1cm zu hoch war, der Inhalt jedoch noch in die Handgepäcksbestimmungen gepasst hätte. Auch riet das Internet eingehend dazu, sich seinen Fahrradhelm einfach strategisch aufzusetzen – auch darauf hatte sich meine Schamgrenze bereits vorbereitet. Aber siehe da – die Lösung war einfach mit Kleinkindern und Babys zu reisen: Du bist vollgepackt mit deinem eigenen Gepäck, einem Helm, einem Plüschtier, einer Tasche mit Babyspielzeug, Essen und folgst einer Familie mit Kinderwagen? Kein Problem, Hauptsache du läufst weiter und alles schafft es überhaupt ins Flugzeug! Funktionierte sicher bei Hin- und Rückflug – nur beim Check In solltest du nicht bei den Familien stehen bleiben, denn wenn da jemand schlecht drauf ist, zwingt er dich vielleicht doch noch dazu, dein Handgepäcksstück in die Prüfbehälter zu stecken.
Am Basler Flughafen lohnte es sich außerdem sehr, nahe an der Lindt-Shop-Frau vorbeizugehen und mindestens ein Kind im Schlepptau zu haben, um eine gratis Lindt-Probier-Kugel zu ergattern. Der Check-In und Flug verlief insgesamt unspektakulär. Familie Wi.-Schmi. verteilte erstaunlich erfolgreich diverse hartgekochte Eier im Flugzeug. Trotz einer gewissen Erwartungshaltung bei Flügen Richtung Ballermann wurden keine betrunkenen Malle-Touristen gesichtet. Am seltsamsten war wohl die Netflix-Serie auf dem Handy neben mir: Ein Hauptcharakter, der im Hühnchenkostüm betrunken auf einem Klapprad durch einen Wald fuhr. Bereits bei der (im Endanflug recht schwankenden) Landung hätte klar sein müssen, dass es irgendwie ganz schön windig auf Mallorca ist… aber das sollte dem Rennradvergnügen (noch nicht) im Wege stehen.
Der weitere Tag bestand aus dem Abholen zweier riesiger Neun-Sitzer für die insgesamt neun Erwachsenen, einem Kindergartenkind und drei Kleinkindern bzw. Babys (und eines im Bauch), sowie der ersten Fahrt nach Sa Pobla in eine sonnenbeschienene Tapasbar (el pulpo loco), da wir für den Check-in in unser AirBnB noch zu früh dran waren. Wir wurden mit frisch gekochten Haxen, Fisch, Verdura und Patatas verwöhnt und in die Kunst des Tinto di Verano (Rotwein mit Fanta und Orange) eingeführt, bevor wir unser Domizil erfolgreich bezogen. Dass ich einmal mit einem Vorschulkind gemeinsam in einem Zimmer schlafen würde und meine Seite des Raumes die unaufgeräumtere sein würde (und das trotz nur Handgepäck!) hätte ich mir vorher auch nicht träumen lassen. Abends gab es Pasta a la Norma – das erste von zahlreichen exzellenten Abendessen (und natürlich Tinto).


Tag 2: Räder im Regen abholen & kreative Spielregeln
Am nächsten Morgen war klar, dass wir nach dem Frühstück sechs der Räder abholen gehen müssen (das Siebte & Achte waren erst auf einen Tag später reserviert, da wir sowohl an diesem als auch am nächsten Tag noch Zuwachs bekommen sollten durch Ralph und Steffen). Problem dabei: Es war stürmisch und regnete. Es wurde also ein ausgeklügelter Plan ausgeheckt, wer wann wie mit welchem Auto und wie vielen Sitzen im Auto fahren könnte, um drei der Räder motorisiert zu transportieren und dass drei weitere in den sauren Apfel beißen müssten um den Rest der Räder eine halbe Stunde im strömenden Regen nach Hause zu fahren. Bei allen Planungen mussten dann wiederum die Familien- (also Kleinkind-Aufpass- und Schwangerschafts-) Verhältnisse mitbedacht werden, was die Sache nicht unbedingt unkomplizierter machen sollte, wenn man die Pläne und Wünsche der nächsten Tage auch bedachte.
Wir traten also zu viert die Fahrt nach Alcudía an, um sechs der acht Räder abzuholen – sie waren ja schließlich alle schon auf uns eingestellt, also sollte unser Plan ja aufgehen – oder? Es stellte sich heraus, dass unser Radverleih massive IT-Probleme hatte – sodass unsere sorgsam gesammelten Daten leider nie in Alcudía ankamen. So holten wir unsere Räder ab, gaben alle (im Handy notierten) Daten nochmal durch und brauchten die Flat Pedals des Verleihs ebenfalls restlos auf. (Mal ehrlich – wer hat bei dem begrenzten Handgepäck noch Platz für ein zweites Paar Schuhe? Zumal ich leider bei einem Test mit den Klickies des besten Ehemanns von Welt feststellen musste, dass ich mir mit meiner Arthrose zuverlässig das linke Knie rausdrehen konnte beim Versuch wieder auszuklicken.)
Das ganze Abholprozedere dauerte demnach keine zehn Minuten, sondern viel mehr mussten alle acht Räder eingestellt werden (Steffens & Ralphs waren schon da, aber passten nicht mehr ins Auto). Bei der Probefahrt von Johannes platzte erst sein Schlauch, dann fiel eins der Pedale ab – beides benötigte eine gewisse Reparaturzeit. Schließlich stellte sich auch noch heraus, dass für Jo kein Willier 105er Di2, sondern ein Fuji Ultegra bereitgestellt wurde – schwierig, wenn man unbedingt mal eine elektronische Schaltung ausprobieren wollte (er durfte das Rad aber am nächsten Tag, als die anderen Räder abgeholt wurden, noch tauschen). Lustigerweise gab es aber Steffens Rad doppelt und Arinas Rad sogar dreifach.
Puh! Im Zeitplan bezüglich Auto zurückfahren und einkaufen gehen, bevor die Kinder mittagessenhungrig wurden, waren wir also schon einmal nicht mehr. Wir traten dann zu dritt tapfer die halbstündliche Fahrt nach Hause an – über eine eigentlich wunderschöne Landstraße durften wir erstmals den breiten Radstreifen und die wirklich angenehmen Überholkünste der Autos, LKWs und Busse auf Mallorca genießen. Dabei galt es, so schnell zu fahren, dass man schnell aus dem Regen raus war, aber gleichzeitig auch gegen den Gegenwind anzukommen. Für Johannes ganz hinten gab es noch eine Sonder-Challenge: weder meinen noch Jo‘s Strahl an Abwasser von der Straße abbekommen. Seinen Berichten zufolge existiert tatsächlich eine Art triumphierendes Glücksgefühl, sollte man es längere Zeit schaffen, zwischen den beiden Abwasserstrahlen der Rennräder vor einem zu bleiben und keinen davon ins Gesicht zu bekommen. 27 Minuten später – und nach der ersten Begegnung mit einem riesigen Schlagloch direkt vor der Abbiegung zur Straße zum AirBnB – kamen wir (ich völlig fertig und ordentlich am Schwitzen) an. Mit den beiden Jungs im Regen und Gegenwind mitzuhalten hatte mich glücklicherweise so erhitzt, dass sich damit die Möglichkeit einer ersten Poolrunde ergab (unverschwitzt war der Pool noch deutlich zu kalt) – wir gönnten uns also zu dritt eine spontane Abkühlung, denn nass waren wir sowieso schon. An dieser Stelle sei auch noch kurz erwähnt, dass Pools mit einer seltsamen Mischung aus Salzwasser und Chlor offensichtlich auch (vormals) rosa Polster in Bibs zu einem (nunmehr) seltsamen graulila Polstern verfärben können.
Der weitere Tag wurde mit Uno, The Crew, Tinto und The Game verbracht (in dieser Reihenfolge). An dieser Stelle soll ebenfalls kurz darauf verwiesen werden, dass die Entwickler von The Game sich etwas dabei gedacht haben, dass es eine maximale Spieleranzahl gibt. Möchte man die maximale Spieleranzahl umgehen, hilft es definitiv sehr, Uno-Karten mit ins Deck zu mischen und sich bei der „Wünsche dir eine Farbe“-Karte einfach neue Spielregeln zu wünschen (#ProTipp).


Tag 3: Morgensonne am Meer & Tattoos
Tag drei wurde durch eine erste kleine „richtige“ Ausfahrt morgens ans Meer eröffnet. Aus gegenwind-strategischen Gründen wurde ein flaches 43km Viereck an den Strand von Alcudía, dann an der Küste entlang bis nach Santa Margalida und über Muro zurück nach Sa Pobla gewählt. Nach kurzem Mini-Frühstück starteten wir zu zweit in die erste mallorquinisch-sonnige Panoramatour des Urlaubs. Über die schon bekannte Landstraße und vorbei am ominösen Minipony ging es durchs Naturschutzgebiet (mit Flamingos, wir schwören, wir haben sie beide tatsächlich gesehen!) an den Strand von Alcudía. Dort durfte ein kleines Strand-Fotoshooting nicht fehlen bevor wir auf den Rest der Runde aufbrachen. Der Gegenwind verlangte auf dem vorletzten Schenkel Windschattenfahrerwechsel alle zwei Kilometer, war aber noch erträglich. Schließlich fuhren wir durch Muro an einem kleinen Markt mit süßem Kinderkarussel vorbei wieder nach Hause.



Auf dem letzten Stück zeigte mein Leihrad mir dann leider noch, dass es keine Lust hatte, schnell umzuwerfen – und so sprang erstmals die Kette ab, die dann sehr effektiv (ich war auf diese Eigenart des Rads noch nicht vorbereitet) zwischen Kurbel und Rad feststecken sollte. Mit vereinten Kräften (und nachdem uns ein mallorquinischer netter Opa auf Spanisch erklärt hatte, dass er leider keine Ahnung von Rädern habe, uns sonst aber gerne helfen würde) lösten wir dieses Problem schließlich doch noch erfolgreich ein erstes Mal (nach diversen logischen Versuchen fachmännisch mit roher Gewalt). (Weitere Male sollten folgen.) Während Anna die Schnelligkeit eines nagelneuen Rads mit elektronischer Schaltung genoss, wünschte ich mir mein eigenes Rennrad herbei und fragte mich, warum Wiliers so teuer waren.
Wieder angekommen wurden wir mit feinstem jakobschen Pfannkuchen-Frühstück begrüßt (die heimische kulinarische Versorgung nach Radtouren war immer bombastisch), bevor wir nach einer schnellen Dusche nach Palma aufbrachen. Auf dem Weg nach Palma wurde das Auto erstmals mit dem Soundtrack zum Urlaub beschallt: Der Gorilla mit der Sonnenbrille(Uh lalala!) und Lotte und Anna sangen voller Inbrunst den Müllauto-Song (Tut-tut – Wir brausen durch die Stadt und schauen, was ihr so in euren Mülltonnen habt!), welches sich im Original als enttäuschend viel schlechter herausstellen sollte als von den beiden performed.
Palma selbst konnte mich nicht so recht vom Hocker hauen – zumal alle (geneigte Leser wissen um die Wichtigkeit der Google-Bewertungs-Kulinarik-Café-Skala) guten Cafés um den großen Spielplatz drum herum sonntags geschlossen zu sein schienen. Der obligatorische Churro in Spanien passte sich der Stadt an. Außerdem wurde der Ausdruck des „avec jamón“ geprägt, da die Autorin es schaffte, in einem Satz ganze vier Sprachen zu verwenden um ein belegtes Baguette zu bestellen. Mallorca hilft auf jeden Fall nicht, um Spanisch und Französisch besser auseinandersortieren zu können – ganz im Gegenteil scheint es noch sehr rudimentäres Italienisch und zu Hilfe eilendes Englisch mit zu aktivieren.
Abends saßen wir dann (nach Steffens Ankunft und der Komplettierung der Gruppe) noch zusammen um Pläne für die nächsten Tage auszuhecken. Alle zwei Tage eine große Radtour, Bedürfnisse von Kleinkindern und Schwangeren sowie weniger Radaffinen unter einen Hut zu bringen war nicht ganz einfach. So wurden die Wetterverhältnisse etwas ignoriert und wir nahmen uns für den morgigen (ebenfalls sehr windigen) Tag das Cap Formentor vor (und ignorierten die vorherrschende Föhnwellenwetterlage und die offensichtlich am Himmel hängenden Lenticularis und Staubewölkungen völlig).
Nach abendlichem frischem Calamari, Tinto- und Biergenuss wurden außerdem noch Kindertattoos aufgeklebt um die Seriosität bei so vielen (angehenden) Doktortiteln vollständig aufzulösen. Dabei mussten wir leider feststellen, dass auch ein bereits erworbener Doktortitel nicht davor schützt zu vergessen vorher die Folie vor dem Aufkleben der Tattoos abzunehmen (der Fünfjährigen musste man das nicht erklären). Außerdem war leider nicht jeder von der Idee begeistert, statt einer Augenbraue einen Tattoo-Regenbogen zu bekommen. Schade.

Tag 4 – Cap Formentor & gefrorener Kuchen
Bewaffnet mit Drachen auf Handgelenken, Rittern auf Waden und Regenbögen hinter Ohren zogen wir also morgens zu sechst aus, um das legendäre Cap Formentor zu bezwingen. Der Plan: Alle sechs strampeln hin und werden oben von einer Fuhre Müttern mit Kindern erwartet, um einen Vater wieder mit dem Auto mit zurück zu nehmen, damit dieser seine Frau bei einem Call nachmittags aus der Kinderbetreuung auslösen konnte. Der Weg war weit, zeitweise erstaunlich steil und vor allem windig. Nicht alle waren sicher, ob sie die 85km und knackigen ca. 1500hm hin und zurück schaffen würden.
Nach mehreren Betonungen am Vorabend, dass die beiden weiblichen Fahrerinnen nicht gewillt waren, den ganzen Tag ein Herrentempo mitzufahren, stellte sich direkt morgens heraus: Nur die weibliche Hälfte hat eine Navigation (also ich). Das Garmin der Herren der Schöpfung hatte leider keine Mallorca-Karten – also nur sehr rudimentäre Navigation. Und bis durch Sa Pollenca durch brauchte man schon noch einen kleinen Plan, wo man eigentlich langfahren sollte, um die Straße zum Cap auch zu treffen.
Richtung Alcudía zunächst noch fast alleine, reihte sich die bunte Sechser Gruppe dann an der Küste entlang Richtung Sa Pollenca schon in weitere tapfernde Radelnde ein. Kurzzeitig wurde an der Küste ein „eisgekühlter Bommerlunder“ angestimmt – da aber die beiden Niederländer vor der Gruppe eine spontane Fast-Vollbremsung hinlegten, gibt es leider keine Video-Beweise von der sehr deutschen Gesangseinlage (wir waren schließlich auf Malle – und den Gorilla mit der Sonnenbrille konnte (noch) nicht jeder auswendig).
Nach Sa Pollenca erreichten wir schließlich die Straße zum Cap. Wir teilten uns auf und wollten uns am Col del Creueta wieder treffen – der ersten Passhöhe auf dem Weg zum Cap. Der Weg zum Col war bereits recht windig, aber noch kamen wir voran. Die Straße liegt wunderschön und führt malerisch von der Bucht bei Sa Pollenca hoch auf die langgestreckte Langzunge bis zum Leuchtturm am äußeren Zipfel des Caps. Hier ging es uns noch sehr gut, wenn es auch nicht wenig anstrengend aufgrund des Windes war. Oben angekommen warteten die Jungs bereits – es war ebenfalls noch herrlich leer, nur ca. drei Autos bevölkerten den großen Parkplatz am Col.
Wir überlegten dann noch eine Stichstraße zu einem Aussichtspunkt zu fahren. Diese Straße war wahnsinnig schlecht geteert, voller Schlaglöcher, schmal und recht steil – aber man kommt ja vermutlich nur einmal hier vorbei. Also entschlossen wir uns doch alle den Weg nach oben anzutreten. Die Aussicht sollte entlohnen, wenn uns auch bereits am Weg nach oben hätte klar werden müssen, dass die Windböen sowohl die Auf- als auch die Abfahrt denkbar schwierig gestalteten. Ausgerechnet in Wellenflugbedingungen eine exponierte Landzunge zu fahren war wirklich eine herausragend dumme Idee. Bereits auf dem Weg nach oben warf eine Windbö die Autorin sowie einen weiteren Mitfahrer in Schrittgeschwindigkeit einfach vom Rad als wären sie gegen eine Wand gefahren. Trotz allem entschädigte der Ausblick oben und auch die ersten Belohnungs-Riegel bzw. -Bifi starben am Aussichtspunkt. Der Weg nach unten wurde langsam und vorsichtig angegangen. Unten angekommen hatte sich der Parkplatz inzwischen restlos mit Autos aufgefüllt und auch der Beginn der Stichstraße war schon so zugeparkt, dass selbst mit den Rädern zunächst kein Vorbeikommen an zwei miteinander erbost diskutierenden (davon einer sehr überforderten) Autofahrern war.



Die Abfahrt vom Col hinunter in Richtung der weiteren Passstraße ließe sich sicher an einem weniger windigen Tag deutlich mehr genießen. Wiederum trennten sich Männlein und Weiblein – die Männer eilten ehrgeizig voraus, wir fuhren gemächlich und vorsichtig hinterher. Insgesamt gehört die Straße sicher zu den schönsten Straßen, die die Autorin jemals gefahren ist – leider bekam sie davon nicht allzu viel mit. Bei jeder exponierten Kurve erfasste der Wind das Rad und sie fühlte sich mehr Vorhaltewinkel berechnen und dementsprechend steuern als wirklich eine Abfahrt genießen. Auch füllte sich die Straße mit immer mehr Autos (die sich schließlich am Leuchtturm selbst stapeln sollten). Die Jungs berichteten später von einer Ziege, die auf der Straße einfach umgefallen sei vor lauter Wind – den Windverhältnissen nach ist diese Geschichte tatsächlich sehr glaubwürdig und sollte nicht angezweifelt werden. Die Straße zum Cap zog sich daher in ihrer (eigentlich angenehmen) Hoch und Runter Manier etwas kaugummiartig dahin und fühlte sich der 5 Schwierigkeitssterne bei quaeldich.de würdig an (tatsächlich sind es nur 2,5). In einer der letzten Kurven riefen schließlich entgegenkommende Radler uns sogar noch zu, dass wir hier besonders vorsichtig fahren sollten – war doch die Straße rechts und links nur von Meer umgeben und der Wind hier noch böiger. Fertig und ausgehungert kamen wir Mädels schließlich einige Zeit nach den Jungs oben an.
Zeit zum Verschnaufen? Gab es für Anna leider kaum. Aufgrund von vorhergehender Krankheit und deutlich weniger Trainingsmöglichkeit (mit Familie) beschloss sie, sich mit nach Hause nehmen zu lassen und wurde sogleich dazu aufgefordert, ihr Rad doch schonmal einzuladen – die Jungs waren schließlich schon eine Weile da und man könne ja dann gleich los. Die Autorin kaufte schnell einiges an Hungerast-Kalorien ein – ein Blätterteigteilchen, zwei Limos und zwei Stück Kuchen wurden von beiden (fast) inhaliert. Zu einem kurzen Selfie hat es noch gereicht, dann musste Anna schon wieder los. Sie warnte die Autorin jedoch noch rechtzeitig vor dem noch gefrorenen Käsekuchen, der schließlich zur gelungenen Ausrede beitrug um sich wenigstens noch eine Viertelstunde Verschnaufpause gönnen zu können, bevor sie wieder losrollten. Den Jungs wurde schließlich schon kalt und sie würden sich natürlich der Autorin in der Geschwindigkeit gerne anpassen – denn sie hatten ja keine Navigation dabei – aber so langsam los könne man ja wirklich schon, oder? Somit wurde es für beide Mädels eine hektische, allzu kleine Pause und die Autorin trat nunmehr zu viert mit den übrigen Jungs den Rückweg an.
Tatsächlich wurde sich sehr gut an die Geschwindigkeit der Autorin angepasst, die versuchte, langsam aber stetig zu fahren um den ganzen Rückweg überhaupt schaffen zu können. Bis zum Col de Creueta war daher das Motto eindeutig „Kräfte sparen“, damit man es noch sicher nach Hause schaffen kann. Dies klappte erstaunlich gut, sodass die Autorin eigentlich erleichtert mit den anderen gemeinsam am Col oben ankam. Wo die Zwischenabfahrten davor schon abenteuerlich waren, wurde die Abfahrt nach Sa Pollenca vom Col hinunter noch abenteuerlicher. Schließlich stellte sich eine Geschwindigkeit um die 30km/h als nützlich heraus: Weder so schnell, dass man nicht mehr auf seltsame Böen reagieren könnte, noch so langsam, dass einen der Wind einfach Richtung Schlucht hinunter blies. Das Vertrauen in das fremde Leihrad und dessen Bremsen sowie aerodynamische Eigenschaften erfuhren dabei einen regelrechten Boost.
Unten angekommen sammelte sich die zeitweise durch Autos getrennte Gruppe wieder und trat den restlichen Heimweg an. Mit netten innerpsychologischen Gesprächen mit Johannes rollte es sich dann noch wie im Flow dahin und natürlich durfte – endlich zuhause wieder angekommen – auch ein Dip im Pool nicht fehlen. Geschafft! Gesamtfazit des Tages: Wir fahren nicht mehr die Pace der Männer mit – wenn, dann müssen sie sich uns anpassen – und wir brauchen eine richtige Genießerpause. Außerdem: Keine Landzungen bei irren Windböen fahren. Und auch jetzt war schon klar: Die Autorin muss wiederkehren, um die Schönheit des Cap Formentors ohne Wind genießen zu können. Im Rückblick war dies zwar weder die längste noch höchste Tour der Woche, dafür aber sicher die härteste. Desweiteren wurde der Begriff des „Typ 2 Spaß“ geprägt (dazu siehe auch: https://www.rei.com/blog/climb/fun-scale).
Tag 5 – Kinderballermann zum Markttag in Alcudía & Sonnenuntergangstour
An Tag 5 kündigten sich die ersten (ernst zu nehmenden) Halsschmerzen an. Drei schniefende Kleinkinder – welches kinderlose Immunsystem könnte das schon unbeschadet überstehen? Weiterhin galt für den Urlaub also einmal täglich heiße Zitrone mit Ingwer trinken, aber jegliche weiteren Krankheitssymptome einfach ignorieren. Dies klappte trotz fast täglichem Sport erstaunlich gut – danke nochmal dafür Körper!
Da wir keine Fans des mallorquinischen „Krümelbrotes“ wurden, buk Ralph dankenswerterweise erstmals morgens frische Brötchen, sodass wir wieder ein königliches Frühstück genossen. Danach ging es mit der Entdeckung der „Kinder Ballerman Hits“ Playlist von Spotify nach Alcudía auf den Markt (Mama Laudaaa & Uh lalala!). Über den Markt war schnell geschlendert, neben riesigen bunten Plüsch-Lamas (die aber vom besten Ehemann von Welt leider nicht als Mitbringsel gewünscht wurden) gab es nur wenige Highlights. Wir kehrten in ein von Jakob erinnertes Café an der alten Stadtmauer und einem süßen Hinterhof gespickt mit Orangenbäumen, Efeu und Spatzen ein und gönnten uns einen guten Kaffee sowie Croissants, Tiramisu, Schokokuchen und die beste Zitronentarte überhaupt. Nach weiterem Bummeln durch Alcudía pflückten Ralph und Lotte heroisch noch zwei frische Mandarinen von einem Baum, bevor es wieder nach Hause ging.
Gegen Abend brachen wir beiden Mädels dann noch zu einer kleinen Runde an die Küste nördlich Alcudías und östlich der gestrigen Landzunge auf um eine zweistündige Panoramatour im Sonnenuntergangsflair zu genießen. Die Abendsonne stand perfekt und trotz den ersten ernsthaft steilen (d.h. für Mallorca über 10 Prozent) Abschnitten würde ich diese kleine zwei Stunden Tour jedem in der Nähe von Alcudía wärmstens empfehlen! Auch wenn der eigentliche Weg ins Naturschutzgebiet gesperrt war (Google Übersetzer sprach von Jagdgebiet – daher trauten wir uns nicht, die kleinen Schilder zu ignorieren) und wir zur Ermida de la Victoria hochfuhren, nur um oben festzustellen, dass Wahoos spontan berechneter Rennradrundweg leider in eine Schotterstraße und einen Mountainbike-Trail übergingen, lohnte sich alleine der Ausblick von der Küstenstraße übers Meer in die Abendsonne allemal. Auch tierisch war auf der kleinen Runde einiges los: Das legendäre Minipony, Flamingos, Enten, Fasanen (oder ähnliches Federvieh), Schweine und ein Fohlen wurden erfolgreich gesichtet.



Nach kleinem Kettenzwischenfall (wollte da etwa wieder jemand den Umwerfer benutzen und dachte naiverweise, er fahre ja eine schnelle elektronische Schaltung?) kamen wir, die letzte Abendsonne perfekt ausnutzend, zum Abendessen wieder nach Hause und wurden mit bestem Pollo, Salat und Kartoffeln belohnt.

Tag 6 – The first big thing: Col de Sa Batalla, Puig Major & Col de Soller
Da die meisten sich beim Planen darauf einigten, lieber die berühmte Sa Calobra Bucht in zwei Tagen mitzufahren, aber nicht unbedingt die große Runde mit dem Puig Major sehen zu wollen, machte sich die Autorin am sechsten Tag alleine auf den Weg (und genoss auch die Zeit für sich etwas). Auf dem Plan standen 119km mit 1860hm – sicher die größte Tour der Autorin jemals – aber sie hatte die Option auf ein Abholtaxi für den Rückweg und konnte sich den ganzen Tag Zeit nehmen.
Begonnen wurde der Tag mit einem ausgiebigen Frühstück (man brauchte ja ein paar Kalorien zum Verbrennen) mit Pancakes und wiederum frisch selbst gebackenen Brötchen. Eingedeckt mit Riegeln, Dextro und Magnesium im Wasser ging es zunächst über kleine mallorquinische Dörfer nach Caimari in den Anstieg zum Col de Sa Batalla. (Bis heute ist der Autorin unklar, warum er manchmal auch Col de Sa Bataia geschrieben wird und was eigentlich richtig ist). Sich durch die Dörfer zu fädeln empfiehlt sich auf jeden Fall morgens mehr als abends, denn morgens kann man die kleinen steilen Stichstraßen in den Dörfern noch richtig genießen.
Auf ihrem Weg kreuzten immer wieder große Rennradgruppen. Die Autorin ist sich nicht ganz einig, ob sie die Gruppen mag aufgrund der Dichte der Radfahrer allgemein auf Mallorca oder aber eher nervig findet, da man entweder hinter ihnen feststeckte oder von ihnen waghalsig überholt wurde. Handzeichen werden dabei auch nicht oder wenn, dann nur sehr sparsam verwendet. Biegt eine Gruppe also vor dir rechts ab, du willst selbst aber geradeaus fahren, brems‘ lieber schon mal vorsichtshalber und sei auf waghalsige Manöver einzelner Gruppenmitglieder gefasst. Über die Woche wurde auch klar, dass man alleine oder zu zweit eher oft gegrüßt wurde – aber grüßen für Gruppen irgendwie keine Option zu sein schien.
Nach Caimari gehörte die Passstraße dann eindeutig nur noch den Radlern. In angenehmer Steigung ging es Kurve um Kurve nach oben durch ein wunderschönes Naturschutzgebiet. Oben angekommen ignorierte die Autorin das Passschild und die Tankstelle mit Café (sie würde beides zwei Tage später noch mit Anna nutzen) und begab sich direkt auf die gewellte Straße Richtung Aquädukt, an dem sich die Straßen zum Puig Major oder nach Sa Calobra bzw. zum Col del Reis trennen. Alleine die Straße zwischen dem Col de Sa Batalla und dem Aquädukt ist wahnsinnig schön. Nach rechts genießt man den Ausblick aus dem Tramuntana Gebirge auf die Ebene hinunter, später auf das Meer. Teilweise wurde die Straße einfach durch den Fels des Gebirges durchgehauen, als fahre man durch ein riesiges, eigens für sich selbst gebautes, Tor hindurch. Schon dieser Abschnitt war herrlich und rollte sich einfach so dahin. Die Autorin machte schließlich eine kurze Riegelpause auf Felsen mit Blick hinunter zum Meer (gerade noch rechtzeitig, bevor der Schokomüsliriegel sich sowieso wegen der Sonne und Körperwärme in seine Bestandteile aufgelöst hätte).


Angekommen am Aquädukt bewunderte sie die perfekten Verhältnisse für Rennradler – direkt auf dem Col de Sa Batalla hätte man sich stärken können und auch hier, 8km weiter, gab es ein kleines Büdchen, Toiletten und ein Schild, dass für frisch gepressten Orangensaft warb. Besser konnte man sich nicht verpflegen lassen. So machte sie einen ersten kleinen Limostopp in der Sonne und nutzte dankbar die vorhandene Toilette, bevor sie zum Puig Major aufbrach.
Ordentlich Respekt hatte sie vor den weiteren Höhenmetern insgesamt schon – bisher war sie noch nie so viele Höhenmeter (und noch 120km) an einem Tag gefahren. Also ging sie die weiteren 300hm Richtung Puig Major sehr langsam an und genoss vor allem die Landschaft, in der sie fahren durfte. Vorbei an den beiden Bergseen Gorg Blau und Cúber führte die Straße sachte immer höher, bis man schließlich am militärisch gesperrten Gipfel des höchsten Berges Mallorcas ankommt. Der eigentliche „Gipfel“, der kein Gipfel sondern einfach der höchste Punkt der befahrbaren Straße am Puig Major vorbei ist, fällt dann schon sehr unspektakulär aus. Zu erkennen vor allem daran, dass es danach durch einen Tunnel bergab geht und sowohl von der einen Seite, als auch aus dem Tunnel kommende Rennradler zur Seite fahren und verschnaufen (oder im Falle eines jungen Mannes eine ganze Tüte roter Lakritzstangen innerhalb von zwei Minuten inhalierten). Die Autorin machte dort ebenfalls Bekanntschaft mit einer sächsischen Gruppe Männer, die sich zum Training für den Ötztaler Radmarathon auf Mallorca getroffen hatten und darüber diskutierten, ob man für die kurze Tunnelfahrt nun die Sonnenbrille einpacken sollte oder nicht und begab sich hinter diesen ebenfalls auf die lange Abfahrt hinunter Richtung Sollér (mit eingepackter Sonnenbrille).


Die Abfahrt war traumhaft und perfekt so gestaltet, dass man weder zu viel bremsen noch zu langsam werden konnte. Die Autorin genoss auf ihrer Abfahrt ein regelrechtes Cyclists‘ High und hätte fast vor Freude geweint (aber nur fast!), sodass sie ihre Abfahrt (denn sie hatte die Route über einen kleinen weiteren Bergkamm nach Sollér geplant) ebenfalls (nur fast!) verpasste. Dem Rad gefiel es natürlich nicht, dass dabei in Sekundenschnelle Entscheidungen getroffen und ein gewisser Umwerfer betätigt wurden, sodass sie nicht etwa halbwegs elegant weiterfahren konnte, sondern sich mit den letzten beiden Tempos um die Finger erstmal eingehend mit ihrem Rad und der Kette beschäftigte. Hierbei wurde ihr netterweise von einem niederländischen? (er hatte orange an und einen niederländischen Akzent im Englisch) Radler Hilfe mit der Kette angeboten, die sie dankend ablehnen konnte – das Problem war ja bekannt und hatte natürlich – wie bisher bei jeder Fahrt – auch heute mindestens einmal passieren müssen.
Weiter ging es also über kleine Nebensträßchen erst nochmal hoch, dann aber rasch wieder runter ins Küstenstädtchen Sollér. Es war traumhaft vom höchsten befahrbaren Punkt der Insel innerhalb einer Stunde unten mit Meerblick ein Mittagessen genießen zu können. Zwischen Bars und Strand fährt in Sollér außerdem alle paar Minuten eine historische Straßenbahn, die zwischen Sollér und Palma verkehrt und sowieso auf der „evtl. mit Kindern machen“ Liste stand. Sie suchte sich eine gemütliche Strandbar und war zunächst von der Auswahl der verschiedenen frischen Smoothies ohne Orangen (der feuchte Traum eines jeden Menschen mit Orangenallergie) völlig überfordert, entschied sich aber schließlich für einen „Revive“, da sie den Namen so passend fand. Dazu gab es einen Garnelenwrap und die bereits erwähnte wunderschöne Aussicht direkt in die Bucht.


Sich zur Weiterfahrt aufzuraffen war weniger schwierig als gedacht – hinaus aus Sollér Richtung Col de Sollér war die Straße aber leider erstmals eher schlecht befahrbar. Wenngleich alle Autofahrer sich sehr viel Mühe beim Überholen gaben und viel Abstand ließen, so war die Radspur dort trotzdem voller Split und die Mittagssonne brutzelte unbarmherzig von oben. Aus vorheriger Recherche war klar, dass sich aber bald die Straßen teilen würden: Die Autofahrer fuhren durch einen Tunnel, die Radler wurden über den Col de Sollér geführt. Zunächst war die Autorin sehr froh, schließlich von der großen Straße auf die kleinen Serpentinen abbiegen zu dürfen, stellte jedoch schnell fest, dass ihr Körper langsam merkte, wie viele Höhenmeter es insgesamt werden sollten (bzw. schon waren). So mühte sie sich die engen, kleinen Serpentinen immer weiter hoch und freute sich über jedes Schattenplätzchen. Da oben ein Café sein sollte, berechnete sie ihren (eigentlich noch üppigen) Wasservorrat genau bis dorthin – leider musste sie aber oben angekommen feststellen, dass das Café geschlossen war. Überraschenderweise erreichte sie in der vorletzten Serpentine von hinten die Frage „Is your chain ok again?“ und sie traf den netten Niederländer nochmal. Die Abfahrt vom Col de Sollér war sicher insgesamt auf Mallorca die am schlechtesten geteerte Straße – sodass sie die Abfahrt (vor allem im Vergleich zu den beiden Straßen zuvor) nicht so recht genießen konnte. Auch die Kilometer machten sich langsam bemerkbar und das Wasserproblem wollte noch gelöst werden. Sie ignorierte eine Tankstelle und hoffte darauf, in Bunyola einen kleinen Supermarkt finden zu können, vor dem sie ihr Rad einsehbar kurz abstellen konnte – ein Schloss hatte sie natürlich nicht mitgenommen.
Bunyola kam – der Supermarkt kam – und der Supermarkt hatte einsehbare Wasserflaschen direkt am Eingang! Tschakka! Also schnell die beiden Flaschen aufgefüllt und auf ging‘s auf den gut 45km langen, flach geplanten Transferweg zurück nach Sa Pobla. An dieser Stelle muss nochmal dringendst ein Loblied auf die Radinfrastruktur auf Mallorca angestimmt werden. Selbst der Rückweg gestaltete sich mit kleinen Sträßchen wahnsinnig gut – man konnte auf dem Rennrad meistens einfach dahinfliegen. Durch kleine Dörfer, neben weiten Orangen- und Zitronenplantagen und an Windmühlen vorbei vergingen die 40km nicht wie im Flug, aber doch, so gut es eben nach einem solchen Tag geht. So wie immer waren natürlich die letzten 15km besonders zäh, aber auf diesen setzte nerviger Gegenwind ein – und da macht man dann einfach nichts mehr, außer versuchen, diesem im Unterlenker zu entgehen.
Nach 6 Stunden Fahrtzeit (ohne Pausen!) erreichte die Autorin schließlich das berühmte Schlagloch und damit die Abbiegung zur AirBnB Finca – von dieser aus winkten schon Anna und Paula kräftig und nahmen sie jubelnd, fertig und wahnsinnig stolz in Empfang. Da gleichzeitig mit ihrer Ankunft die Wasserversorgung der Finca kurz stillstand, musste sie leider direkt in den Pool springen und duschte sich schließlich mit dem Restwasser der Außendusche ab. Der Abend endete mit einem riesigen Teller Tapas und einer Autorin, die stolzer auf sich nicht hätte sein können. Diverse Bilder und Erzählungen mündeten darin, dass sie morgen direkt wieder in Sollér einen Smoothie genießen würde und sie diese Woche nicht die einzige der Gruppe bleiben sollte, die den Puig Major fuhr…
Tag 7 – Pausetag in Sollér
Eigentlicher Plan: Markttag, die Drachenhöhlen anschauen, vielleicht durch Orangenplantagen wandern. Tatsächlicher Plan: Die Bilder von Sollér sahen so schön aus – hättest du etwas dagegen, da morgen nochmal so hinzufahren? Hatte die Autorin nicht – sie hatte ja nicht umsonst so davon vorgeschwärmt!
So zogen alle nach einem guten Frühstück mit den Autos aus (ihr wisst schon: Der Gorilla mit der Sonnenbrille – Uh lalala – tanzt so gerne mit Sibille – Uh lalala! Den Mambo tanzen beide gerne – Uh lalala! – und abends zeigt er ihr die Sterne). So lernte die Autorin auch die Tunnelvariante nach Sollér kennen. Angekommen wurden Postkarten eingeworfen (die seltsamerweise später ankamen als die am letzten Tag vom Flughafen abgesendeten) und die Promenade entlangspaziert. Dabei entdeckten wir einheimische Eismanufakturen mit verlockenden „5er-Probier-Kombinationen“ – nach einem Tag wie gestern zu zweit keinerlei Problem (und wirklich unglaublich lecker). Wir spazierten also ein bisschen durch’s Städtchen – waren von der Auswahl potentieller anderer Mitbringsel für den besten Mann von Welt sehr underwhelmed (die Autorin hätte doch so ein blaues Lama mitnehmen sollen und als Handplüschgepäck des Fast-Schulkindes tarnen) – und stiegen hoch zum maritimen Museum um den Ausblick auf das Meer zu genießen. Die Smoothie-Zwickmühle des gestrigen Tages löste sich ebenfalls noch dadurch auf, dass die Autorin einfach einen weiteren Smoothie to go in der gleichen Bar holte und gemeinsam mit den Anderen am Strand genoss.


Aus ästhetischen Gründen wurde die Rückfahrt entgegengesetzt der gestrigen Radfahrt gestaltet – mit dem Auto hoch zum Puig Major, vorbei am Aquädukt und runter über den Col de Sa Batalla verlangte leider vom Fahrer einiges an Können und Geduld ab, mündete aber darin, dass die Jungs ihre Pläne des morgigen Tages spontan abänderten. Dazu morgen mehr.
Zuhause angekommen genossen wir die Sonne am Pool, malten Postkarten aus, tranken bestes mallorquinisches Bier (El Aguila) und harrten der Pallea mit frischen Garnelen. Abends wurden die weiblichen Waden spontan noch mit einer Rakete (Autorin) und Sternchen (Anna) sowie jeweils einem Ritter gepimpt, um die tapferen Pläne des morgigen Tages zu bestärken: Col de Sa Batalla & Sa Calobra. Außerdem wurde bereits in der weiblichen Vorbesprechung (der Wert der Tour sollte auf Genießen, Fotos, Kuchen & Limo gelegt werden) von Anna der Begriff der „Panoramatour“ geprägt.


Ein Wechsel in die Panoramatour ist stets möglich!
Tag 8 – The second big thing: Col de Sa Batalla / Col del Reis (x2) / Sa Calobra
Heutiger Tagesmittelpunkt: Sa Calobra (& Col de Sa Batalla). Tagesziel: 112km, 2100hm. Starring: Sockenbuddy und bester Panoramatourguide Anna, Panoramatourmodus, kräftige Erkältung, ordentliche Motivation, Tattoo-Wadeln, ordentlicher Respekt vor Höhenmetern und Kilometern.
Nach der Misere am Cap war von vornherein klar: Wenn wir Mädels zum ersten Mal über 2000 Höhenmeter (und gleichzeitig über 110 Kilometer) schaffen wollen, dann sicher ohne die Jungs irgendwo treffen zu müssen. Diese hatten sich außerdem spontan dazu entschieden, nicht die gleiche Runde wie wir zu fahren, sondern sich von einer geduldigen Ehefrau (samt Kleinkind) zu dritt mit ihren Rädern nach Sollér fahren zu lassen, um den Puig Major von dort hinauf zu fahren, am Aquädukt (wie wir auch) zum Col del Reis nach Sa Calobra abzubiegen, dann wieder hochzufahren und über den Col de Sa Batalla ganz abzufahren, um wirklich alle Highlights noch mitnehmen zu können (das sollten dann wohl 2200hm werden – also mehr, als wir fahren würden – was vielleicht für einen der Fahrer minimal wichtig fürs Ego war, munkeln manche böse Zungen?).
Egal – wir fuhren zu zweit voller Elan los und kauften uns direkt ein paar extra Kilometer (und einen bösen Blick der deutlich korrekteren Fünfjährigen) ein, da die Autorin ihren Helm vergaß. Upsi – Vorbild sein? Kann sie wohl. Immerhin wurde bereits am Ortsausgang Sa Pobla bemerkt, dass es am Kopf doch erstaunlich zugig war. Es folgte die Auffahrt zum Col de Sa Batalla und das (für mit Anna nach hinten verschobene) obligatorische Passschildbild, sowie ein Stück Erdbeerkuchen und zwei Kaffee mit Limo (ohne Fanta Lemón im Urlaub in Spanien – ohne mich). Außerdem wurde das erste „fremde“ (also nicht zu Anna oder Steffen gehörende) Team Gelato (Trikot) gesichtet.


Weiter ging es über die 8km lange Straße mit traumhaften Ausblicken zum Aquädukt – die Fanta dort wurde auf nach Sa Calobra verschoben – und hinauf zum Col del Reis. Hier hoch schwitzten beide schon ordentlich, wunderten sich aber nicht schlecht, als bei einer Foto- und Filmpause von drei Serpentinen weiter unten plötzlich drei Gestalten auf Rädern nach ihnen riefen. So trafen sich also alle (so gut hätte es keiner planen können) oben am Col del Reis. Hier hatte die Autorin trotz starker Erkältung samt schleimiger Begleitung auch noch gerade so die Power, sich zuerst nach oben zu strampeln und eine Fotosession der Anderen zu machen. Die Fotos wurden wunderbar mystisch, denn der Col del Reis war zu dieser Zeit genau am Gipfel wolkenverhangen und grüßte mit den letztjährigen Timmelsjoch-Verhältnissen.

Die Abfahrt nach unten gestaltete jeder im eigenen Tempo durch den Nebel. Die Kehren erwiesen sich als gute Bremstester, da immer mal wieder ein Bus entgegen kam, der spontan den kompletten Verkehr lahmlegte. Insgesamt war die Abfahrt wunderbar mystisch und kühl, da über der gesamten Meerseite der Bucht eine Wolke hing und die Straße vernebelte – im Nachgang hätte die Autorin die gesamte Abfahrt gerne gefilmt (aber dachte sich, sie könne ja auf dem Weg nach oben auch noch filmen und Fotos machen). Die Faszination, mit dem Rad über eine Straße zu rollen, die sich selbst kreuzte, war, genau wie von einigen Influencern beschrieben, extrem da. Außerdem fand sich wiederum eine Art durch den Fels gehauener Straßenabschnitt, der im Nebel wunderbar mysteriös wirkte. Die Abfahrt zog sich lange nach unten, bis schließlich alle unten in der Bucht ankamen.


Tja, und jetzt waren sie ja alle unten. Also mussten sie zwangsläufig auch alle irgendwie wieder hoch. Aber zuvor wurde aus den Strapazen des Caps natürlich gelernt: Ein Mittagessen musste her! Entgegen der Annahme, dass alle Cafés und Restaurants unten in Sa Calobra restlos überteuert sein würden, bekamen sie jeweils große Portionen Pommes mit Calamari, Pommes mit Croquetas und Spagetti Bolo von einer freundlichen Servicedame. Es wurde sich köstlich am Tisch amüsiert – und alle wurden heimlich (naja, nicht wirklich heimlich im Nachhinein) von einem einzelnen anderen Radler beobachtet, der einsam am Nebentisch saß. Je nach Gesprächsinhalt lachte er einfach mit – und schlussendlich schlich er sich im Hintergrund auch noch auf ein Selfie. Er ist nun bekannt unter dem Namen „der creepy Typ“. Die Autorin könnte außerdem schwören, sie kenne ihn von irgendwoher.


Auf der Auffahrt wurde wieder klar kommuniziert, dass die Mädels nun weiter den Panorama-Modus genießen würden (ein Wechsel in die Panoramatour ist stets möglich!) und dies wurde auch ebenso getan. Die Autorin schaute unten (sie hatte mal wieder Angst, das kennt man ja schon von ihr) noch die Schwierigkeitswertung des Sa Calobra bei quaeldich.de nach: 4,5 Sterne! Das war ja so schlimm bewertet wie das Timmelsjoch! Von Italien aus!! – Aber es half ja nichts, sie mussten wieder hoch. Die Erkältung forderte inzwischen deutlich ihr Tribut, sodass sie gegen Ende des Anstiegs nur noch hinter Anna herkroch – und immer mehr und mehr Fotopausen nicht nur um der Fotos willen brauchte. Trotzdem schafften es beide (inzwischen in der Sonne statt in der Mystik) erfolgreich nach oben. Oben angekommen war es aber insgesamt (bedachte man die Erkältungs- und bisherige Höhenmeter-Situation) wirklich sehr fraglich, wo die 4,5 Sterne bei quaeldich.de herkommen sollten.


Die weitere Ab- und Auffahrt zum Aquädukt genossen sie dann wiederum leicht getrennt, da die Autorin rasche Abfahrten immer noch mehr genießt als Anna. So traf die Autorin schließlich als erste die drei Jungs – Limo und Orangensaft schlürfend – am Aquädukt-Kiosk wieder. Beide Gruppen wählten dann zu unterschiedlichen Zeitpunkten (die Jungs gleich, die Mädels erst nach einer Limo-Pause) unterschiedliche Heimfahrrouten. Die Jungs rollten über den Col de Sa Batalla heim, die Mädels entschieden sich für die noch ungefahrene Route über den Col de Femenia nach Sa Pollenca und von dort (im Wind statt gegen den Wind) heim nach Sa Pobla. Der Col de Femenia und die Abfahrt nach Sa Pollenca erwiesen sich als ebenfalls traumhaft schön, einfach rollen lassen ohne groß bremsen zu müssen. Sie begegneten noch einem Mama- und einem Teenager-Schaf, die leider in die Rickon-Schule des Wegrennens gegangen waren – die Armen rannten die Kurve der Straße vor den Rädern entlang, statt in einem einfachen Satz geradeaus in die Böschung zu springen.
Durch Sa Pollenca verließ die beiden kurz das Navi und sie verirrten sich in den vielen Einbahnstraßen, da die Route spontan morgens aufgrund des Windes umgedreht wurde (der geneigte Leser erinnere sich daran, warum zum Cap unbedingt ein Navigationsgerät mit Kartenmaterial gebraucht wurde.) Ein minimaler Trotzanfall der Autorin konnte von Anna schnell abgelenkt werden – aber beide hatten genug vom Radeln und wollten endlich nach Hause kommen.
Sie kamen schließlich, glücklich und stolz wie Bolle, nach 6:45 Stunden Fahrtzeit wieder an der Finca an. (Zuvor wurde sich natürlich noch vom Schlagloch verabschiedet, sollte es doch die letzte Tour sein.) Die Jungs waren (natürlich) schon eine Weile zuhause und fragten neugierig nach den Höhenmetern und Kilometern des gesamten Tages… und es stellte sich heraus, dass die Mädels diesen (schwanzähnlichen?) Vergleich mit ihrer Panoramatour sogar noch gewonnen hatten. Es soll an dieser Stelle unklar bleiben, ob der Vergleich nur ebendeshalb, weil er scheinbar von männlicher Seite aus so wichtig war, seinen Weg in die Langzeiterinnerung der Autorin und ebendiesen Blog gefunden hat.
Tag 9 – Letztes Eis mit Buch am Strand & Radrückgabe
Der vorletzte Tag auf Mallorca verlief unspektakulär muskelkaterig. Die Erkältung fühlte sich (natürlich) etwas auf den Schlips getreten aufgrund der gestrigen Aktion und forderte ihr Tribut in Form von ordentlicher Müdigkeit. Die Autorin ließ sich daher (statt zur Wanderung) in ein (versehentlich in den Frühjahrsmonaten sehr zombieartiges) kleines Dörfchen am Meer mitnehmen und verweilte dort mit einem Buch und einem Eis der einzig offenen Eisdiele ein paar Stündchen an der Strandpromenade zwischen verlassenen Hotelbauten.

Am restlichen Tag hieß es aufräumen, packen, Räder wegbringen (mit dem Auto und drei anderen Fahrern) und Essensreste möglichst fantasievoll vernichten. So kam es unter Anderem zu einem Mittagessen mit Popcorn, Melone y avec jamón. Außerdem wurden (natürlich) zahlreiche Eier für den anstehenden Flug hartgekocht. Abends opferte sich die Autorin noch gemeinsam mit Steffen eine Flasche Wein aufzuräumen und es wurde gemeinschaftlich Alfa Males geschaut.
Tag 10 – Rückflug & Reifenpannen
Die Fahrt zum Flughafen wurde sehr früh angetreten (der geneigte Leser möge an dieser Stelle wieder den Kleinkindfaktor beachten), da auch der Flug (eigentlich) recht früh um halb elf abfliegen sollte – tat er nur nicht. So konnte am Flughafen selbst noch außerhalb der Security in Ruhe gefrühstückt, der erste Kaffee des Tages getrunken und die ersten hartgekochten Eier erfolgreich unterm Café-Tisch gedealt werden. Hier wurde leider klar, dass die mallorquinischen easyjet Mitarbeiter keine so gute Laune hatten und einer Familie wurde ihr (1cm zu großes) Handgepäck unnötigerweise abgenommen. Daher wiederum der Tipp: Als kinderloser Handgepäcks-Single vor allem in Mallorca nicht in die Nähe des Aufgabegepäckbands kommen!
Erfolgreich am Gate angekommen, fuhr unser Flugzeug ebenso erfolgreich mit einer Stunde Verspätung vor, spuckte seine ersten Gäste (aus Basel ankommend) sowie deren Gepäck erfolgreich aus… – dann aber spielten sich eines Segelfluggeländes würdige Szenen ab: Gut einsehbar vom Gate standen zwei Hansele sehr lange vor dem Vorderrad. Und da standen sie. Dann telefonierten sie. Dann standen vier Hansele ums Vorderrad drumherum. Dann waren diese vier Hansele wieder weg. Dann kam ein Auto (Aufschrift „Brok-Air“ – sehr originell). Die Hansele aus dem Auto standen etwas weiter weg am Rad – auch diese Hansele standen da eine Weile herum. Der geneigte Segelflieger (oder auch Kenner – oder auch Jakob) mutmaßte bereits: Da ist eventuell was kaputt. Aber unser Gepäck wurde eingeladen und es erfolgte ein Boarding-Versuch – wir standen also (bepackt mit Kindern, Kindersachen etc.) ca. 20 Minuten im Gate-Gang und konnten nichts mehr beobachten. Schließlich schrieb uns Steffen (der den Kindertrick beim Boarding nicht für sein absolut passendes Handgepäck brauchte und noch nicht mit den Kindern als erster wie ein Lemming ins Boarding gelaufen war, also noch draußen am Gate saß) „Unser Gepäck wird wieder ausgeladen“. Also Kommando irgendwann zurück und vier Stunden Warten am Gate, bis ein neuer Reifen aus Mailand eingeflogen und angebracht wurde.

Pro: Die Flüge waren dank der Rückerstattung wegen Verspätung quasi umsonst und wir bekommen auch bei den horrenden Preisen am Flughafen Mallorca noch etwas zurück. Kontra: Der Burger King am Terminal C ist der schlechteste und langsamste Burger King, den die Welt je gesehen hat. Pro: Ich konnte meinen Verzehrgutschein erfolgreich in Mandel-Croissant-Dinge von Paul (beste Bäckerkette ever) und einen ordentlichen Kaffee umsetzen. Kontra: Sprints ohne mögliche Klopause, weil es plötzlich doch an einem geänderten Gate losgeht (und zwar jetzt gleich!), sind nicht gut für blasenschwache Menschen oder generell Kinder unter fünf geeignet. Die laufen da üblicherweise spätestens im Flug aus. Pro: Wir haben’s alle pünktlich in den Flieger geschafft. Doppelpro: Der beste Ehemann von Welt hatte uns geduldigerweise am Flughafen Basel abgeholt. Kontra: Der Arme musste doppelt lange warten, weil direkt beim Koffer abholen noch der Windelunfall rückgängig gemacht werden musste und wir auch noch blöderweise nach Frankreich statt in die Schweiz (zum parkenden Auto) liefen. Wähle also deine Tür am Flughafen Basel-Mulhouse nach dem Gepäckband weise!
Größtes Kontra: Wir waren nicht mehr auf Mallorca, sondern zurück im kalten Deutschland.
Pro: Es gibt da ein berühmtes Lied, das behauptet, Malle sei einmal im Jahr – also dann, bis nächstes Jahr! Bucketlist: Cap Formentor ohne Böen und mit ungefrorenem Kuchen, Sa Calobra ohne Erkältung & Drachenhöhlenbesichtigungen (diesmal feat. den besten Ehemann von Welt, Mathis, die Wi.-Schmi.s und s.g. wilde Tschingalinos?)
